Autor: Redaktion

Frauenbild auf der Kantstraße

Korsettladen – Die Verführerin Was nach dem Krieg mit einem Markstand, auf dem Strapse auf der Wäschelein hing, begann, ist heute Kult. Seit über 60 Jahren ist der Korsettladen „Engelke“ für tausende Frauen ein fester Anlaufpunkt, wenn es um Verführung geht oder darum, den „richtigen“ zu finden. Neben Korsagen, bietet er vor allem Büstenhalter in verschiedenen Größen, Farben und Motiven an. Hier braucht keine Frau eine Size Zero, um etwas passendes zu finden. Sie kann sich frei ausleben und zur Verführerin werden, egal ob in Strapse oder roten Spitzenstrümpfen. Für eine Verführerin zählt nur das eigene Körpergefühl. Hier geht es zum Interview. Sexshop – Die Selbstbewusste Lange Zeit wurden Sexshops für „schmuddelige“ Läden gehalten, in die ausschließlich Männer gehen würden. Glücklicherweise entspricht dieses Klischeebild nicht der Realität. Denn nicht nur Männer, sondern auch Frauen gehen mittlerweile offen mit ihrer Sexualität um und zeigen, was sie wollen. Das Image des „schmuddeligen Sexshops“ ist längst beseitigt. Eine selbstbewusste und emanzipierte Frau schämt sich keineswegs dafür in einen Sexshop zu gehen. Im „Private Center“ auf der Kantstraße kann sie ihren erotischen Fantasien freien Lauf lassen. Hier geht es zum Beitrag. Foto und Skulpturen: Eleonora Renn Parfümerie …

Die Kant und die Liebe

Eine Woche, die Berliner Kantstraße, Künstler und Journalist*innen, auf der Suche nach Liebesgeschichten.  Ein Projekt von Dominik Musewitsch, Dorian Brunz, Livia Rauch, Kirsten Wilmes, Isabella Nadobny, Charlotte von Bernstorff Bei den diesjährigen Kollisionen der UdK machten sich ein szenischer Schreiber, eine freie Künstlerin, ein Modedesigner und drei Kulturjournalistinnen auf die Suche nach Liebesgeschichten, die auf irgendeine Weise mit der Kanstraße und ihren Bewohner*innen und Ladenbesitzer*innen verwoben sind. Die Idee entstand bei einem kulinarischen Ausflug auf die Kantstraße, als wir uns von Atmosphäre und Genuss eingewickelt, dazu hinreißen ließen unsere eigenen Liebesgeschichten zu offenbaren. In der Folge wurden unsere Treffen zu einem Ritual und wir durchlebten gemeinsam das Prickeln erster Dates, die Experimente wilder Nächte, die Wärme wahrer Liebe, die alltägliche Gefühlsachterbahn langer Beziehungen oder den Kummer verflossener Liebschaften. In unserer Projektwoche verließen wir unseren Gruppenkosmos und entlockten Ladenbesitzer*innen ihre Liebesgeschichten und die ihrer Kunden. Wir lernten Dichter*innen kennen, die einst auf der Kantstraße lebten und schwelgten in bittersüßer Poesie, kramten persönliche Erinnerungsstücke vergangener Liebeleien hervor, fahndeten nach dem richtigen Duft und den beliebtesten Songs, die Liebe und Lust entfachen sollen …