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Korsettladen Engelke – Die Verführerin

Strapse auf der Wäscheleine – was nach dem Krieg mit einem Marktstand begann, ist heute Kult. Seit 60 Jahren ist der Korsettladen „Engelke“ für Frauen ein fester Anlaufpunkt.

Interview mit Frau Fröhlich, Besitzerin des Ladens und Enkelin des Gründers

Seit wann gibt es Ihren Laden?

Mittlerweile seit 62 Jahren, er wird bereits von der dritten Generation geführt. Mein Großvater, ein gelernter Koch, und meine Großmutter, die Wäschenäherin war, haben diesen Laden gegründet – zu Beginn waren es sogar fünf Läden.

Wie hat sich das Frauenbild seitdem verändert?

Damals hat mein Großvater die Frauen bedient und sie beraten – er war sehr bekannt und jeder wollte seine Kundin sein. Heutzutage wäre das kaum vorstellbar, wenn ein Mann Frauen beim Kauf von Wäsche berät. Vermutlich sind sie verklemmter geworden, was das angeht.

Wer kauft bei Ihnen ein?

Tatsächlich jeder, von jung bis alt, von gediegen bis sexy.

Wieso sollte sich eine Frau heutzutage ein Schnürmieder kaufen?

Wir haben diese bis vor ein paar Jahren noch selbst hergestellt, das waren wirkliche Einzelstücke. Mittlerweile haben wir eine Designerin hier in Berlin gefunden, die sie für uns anfertigt. In den letzten Jahren ist die Taille verloren gegangen und es geht eher hin zum androgynen Look. Durch ein Schnürmieder können Frauen ihre Rundungen betonen und ihre Taille zehn Zentimeter schmaler machen.

Was bedeutet Weiblichkeit für Sie?

Wenn man sich liebt und zum eigenen Körper steht. Weiblichkeit bedeutet für mich auch, das Beste aus der eigenen Figur zu machen und dadurch eine schöne Form zu bekommen.

Fotos: Elena Berchermeier

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Kategorie: Kollisionen

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